Sachverständigen-Alltag aus Koblenz
40 freilaufende Stufen, ohne Zwischenpodesten, Kartons als wackliger Belag ohne Handlauf. Sachverständiger fordert Sperrung – Eigentümerin, Freunde, Bauaufsicht lachen: „Schon immer so!“ Allein gelassen.
Leider hatte ich keine Fotokamera dabei gehabt, das Bild hat Perplexity gemacht, es stimmt nicht in allen Details.
Technische Bewertung
Die konstatierte Konstruktion verstößt massiv gegen DIN 18065 (Gebäudetreppen) und Landesbauordnung, insbesondere § 28 LBO bezüglich Verkehrssicherheitspflicht. Unregelmäßige Steigungen, instabiler Belag und fehlende Handläufe begründen unmittelbare Sperrpflicht.
Situationsbeschreibung
Im Rahmen einer bautechnischen Inspektion befand ich mich in einem Koblenzer Kaufhaus mit sechs Stockwerken, wo die Verbindungstreppe vom Erdgeschoss ins nächste Obergeschoss als frei- und einläufige Treppe mit 40 Stufen ohne Zwischenpodesten ausgeführt war. Der Treppenbelag bestand ausschließlich aus Kisten und Kartons, gefüllt mit Müll und alten Akten, bei vollständig fehlendem Handlauf sowie jeglicher Absturzsicherung.
Bei Sichtung dieses evidenten Gefährdungsfalles forderte ich umgehend die sofortige Sperrung der Treppe sowie die Räumung des Gebäudes.
Die Präsenz der Nutzer führte jedoch zu einhelliger Opposition:
- Die Eigentümerin konstatierte „das ist schon immer so und wie alt das schon ist“
- Die Nutzer bestätigten keinerlei Störung und beharrten auf ihrer Wegnutzung und werteten mein Eingreifen als „blöd dass er (ich also) so ein Querulant ist und Aufstand macht“
- Selbst befreundete Fachkollegen aus Koblenz äußerten sich ablehnend und bezeichneten mein Verhalten als „sehr peinlich was ich da mache und das gibt's ja überhaupt nicht“.
- Auf meine Initiative hin wurde die Bauaufsicht alarmiert, deren Beauftragte die Treppe zunächst gar nicht inspizierten und sie dennoch als akzeptabel bewerteten – trotz variabler Steigungsverhältnisse durch die aufgelegten Kisten, unterschiedlich durchgetretener Kartons als Belag (je nach Füllungsinhalt) und gänzlich fehlender Treppengeländer.
Meine Risikoabschätzung „wenn ein Kind da runterfällt oder gar eine alte Oma“ wurde nur mit Gelächter quittiert: „es soll nie passiert sein“. Ich fand mich in vollständiger Isolation wieder, was psychisch äußerst belastend war – echt fertig und niedergeschlagen und ratlos.
Erst mein Erwachen befreite mich aus der Situation.


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Dr. Peter Meier (Freitag, 27 März 2026 10:42)
Als körperlich (sch)wacher
als geistig wacher
meide ich Frei-Treppen ohne Handlauf
egal mit welchem Stufen-Belag
egal mit welcher Stufen-Höhe
insbesondere auffi
insbesondere abbi
also immer das Risiko eines Sturzes
subjektiv trepp-ab größer als trepp-auf
wahr-genommen
pm