Hintergrund
In unserem Architekturbüro arbeiteten damals etwa sieben Kolleginnen und Kollegen. Eine von ihnen war Elli, eine junge Frau mit Abitur, enormem Talent und einer Leidenschaft fürs Zeichnen. Wir hatten auch Jahre später noch Kontakt; Heute lebt sie mit ihrer Familie in Schweden. Damit niemand benachteiligt wird, nennen wir sie hier nur Elli.
Der Auftrag
Elli sollte den Bauplan für ein Botschaftsgebäude samt Außenanlagen zeichnen – das gesamte Grundstück, versteht sich. Es gab noch kein CAD; Alle Entwürfe entstanden von Hand auf Zeichenblättern. Das Grundstück liegt irgendwo zwischen Südostasien und Zentralafrika – eine ungefähre Lage.
Bild 1: Der erste Versuch
Auf dem Blatt war das Grundstück in Grün abgebildet (Bild 1). Die grün markierte Fläche wirkte ungleichmäßig positioniert, und ich hatte das Gefühl, die Anordnung passte nicht zum restlichen Layout des Plans.
Bild 2 und Bild 3: Die mittlere Verschiebung
Ich bat daher Elli, das Grundstück auf dem Plan insgesamt nach oben zu verschieben, damit es mittig im Plan erscheint (Bild 2). Sie probierte es erneut (Bild 3) und zeigte mir den Fortschritt mit einer entschlossenen, aber etwas verunsicherten Körpersprache.
Der Moment der Verzweiflung
Elli rief mich zu ihrem Arbeitsplatz und klagte, das Grundstück sei verhext. Jedes Mal, wenn sie verschob, schien es größer zu werden. Mein Hinweis, dass das eigentlich nicht sein könnte, ignorierte sie trotzig mit einem„Doch“ und stampfte zur Unterstützung mit einem Fuß auf.
Bild 4 bis Bild 6: Die Auflösung
In Bild 4 ist das rote Grundstück immer noch mittig platziert, wirkt aber größer als das grüne Stück darunter. In Bild 5 und Bild 6 kommt die Wendung: Das grüne Grundstück ist kleiner als das Rote, was dem Bauherren möglicherweise gefallen hätte. Die Frage bleibt: Was war der Fehler?
Zur Beantwortung haben wir eine Kommentarfunktion 😉







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